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Die Shaolin Kung Fu - Tierstile
Das Shaolin Shi Xing Chuan (zehn Tierstile) und das Mimön-Dang Lang (Geheimnis der Gottesanbeterin) Kung - Fu beinhaltet neben den Bewegungsformen auch Partnerübungen und Chin Na Su, d.h. Hebeltechniken, die in Verbindung mit den Tierstilen vortrefflich zur Selbstverteidigung geeignet sind.
Wie jede Kampfkunst, zeigt auch das Shaolin Shi Xing Chuan und das Mimön-Dang Lang Kung Fu von Großmeister Dr.Lee, wie unsinnig es ist, harte und weiche Stile oder Techniken gegeneinander auszuspielen. Nur die harmonische Einheit beider Elemente, die Entfaltung von äußerer und innerer Kraft, fördern den Einklang von Körper und Geist. Ohne diese harmonische Einheit kann man bestenfalls Drauflosschlagen, aber nicht von Kampfkunst reden. Nur wer mit Geduld und Ausdauer nicht nur die anspruchsvollen Körperübungen absolviert, sondern sich auch mit den philosophischen Prinzipien von Hart und Weich beschäftigt, wird verstehen, was der chinesische Militärtheoretiker Sun Zi vor rund 2000 Jahren so formulierte:
"In allen Deinen Schlachten zu siegen, ist nicht der größte Verdienst. Der größte Verdienst liegt darin, das Schwert in der Scheide zu lassen und dennoch zu siegen."
Der Mönch U Hang Lang entwickelte das Mimön-Dang Lang Kung Fu:
Die Beobachtung U Hang Lang's, bei dem Beutezug einer Fangheuschrecke auf ein kleineres Insekt, veranlasste ihn 12 Handtechniken zu entwickeln, welche er mit dem Laufstil kombinierte, wie er ihn bei Affen gesehen hatte.
Das Shaolin Kung - Fu, wurde von einem indischen Mönch, den die Mönche Tamo nannten, entwickelt. Es diente (und so ist es noch heute) zur Körperertüchtigung der Mönche im Tempel. Die Arbeit auf den Feldern und das ständige Zazen, das heißt, im Lotussitz sitzend meditieren, machte die Mönche starr und müde.
Die Kung Fu Tierstil-Techniken im Einzelnen
Die wichtigsten Tierstile, die jedem Einsteiger in dieser Kampfkunst bald begegnen werden sind hier mit ihren wesentlichen Charakterzügen dargestellt.
Bildquelle:sport-lee.com
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Sso Xing Chuan - die Schlange
blitzschnell und konzentriert
Die fließenden Bewegungen der Schlange setzen eine Konzentration auf innere Kraft voraus. Die Schlangentechnik beinhaltet tiefe Stellungen, wobei hier die Stärke der Oberschenkelmuskulatur für die richtige Standfestigkeit (Ma Pu-Stellung) ausschlaggebend ist. Die Arm- und Handtechniken im Schlangenstil sind schnell und flexibel, wobei die Konzentration in den Schlägen oder Stößen in den Fingerspitzen liegt.
Es gibt über 120 Kung - Fu Stilarten, aber alle beginnen mit dem Schlangenstil.
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Tschuey Hou Xing Chuan - der Affe
flink und unberechenbar
Die Affentechnik, oder genauer die Technik des betrunkenen Affen lehrt, wie man sich in diesen tiefen Stellungen flink und unberechenbar bewegt. Besonderes Merkmal ist die Konzentration des Körpergewichtes auf dem hinteren Bein. Diese Stellungen stärken die Beinkraft enorm und kommen den Fußtechniken, die mit jedem erlernten Tierstil immer schwieriger werden, sehr zugute.
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Ho Xing Chuan - der Tiger
differenzierte Armkraft
Hat der Schüler die Fähigkeiten der vorigen Bewegungsformen gemeistert, so bietet ihm der Tigerstil die Möglichkeit, die innere Kraft nach außen zu wenden, unterstützt durch das kräftige Eindrehen der Hüfte, in den kurzen und langen Stößen sowie in den Kratzbewegungen der Tigerkralle zu entfalten. Der Wechsel zwischen den kurzen und langen Handstößen fördert die Ausbildung einer differenzierten Armkraft.
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I In Xing Chuan - der Adler
die Kraft der Finger
Die Adlerform gilt bei den Schülern allgemein als ?leichte Form?, da die Stellungen gleich wie die des Tigers sind. Nur die Arm- und Handhaltung ist unterschiedlich. Doch gerade diese Handhaltung und insbesondere die Haltung der Finger bildet aber die eigentliche Schwierigkeit. Die Adlerklaue ist einmal offen, ein anderes mal packt sie blitzschnell zu und fügt dem Gegner durch die schnelle Reißbewegung empfindliche Muskelschmerzen zu. Dadurch wird die Kraft der Finger und der Handgelenke, die das A und O sämtlicher Tiertechniken sind, außerordentlich gesteigert.
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Bao Xing Chuan - der Panther
spektakuläre Sprünge
Die Pantherform verbindet die äußere Kraftentfaltung des Tigers mit der Unberechenbarkeit des Affen. Er bewegt sich mit enormer Schnelligkeit dicht am Boden entlang. Die Stellungen sind beim Panther noch tiefer als bei der Adler- und Tigerstellung. Die Panthertechnik stellt hohe Ansprüche an die explosive Kraft der Arme. Die Krallen werden durch Einziehung der Finger symbolisiert, was eine große Spannung in den Händen zur Folge hat. Darüber hinaus ergeht sich der Panther in spektakulären Sprüngen.
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H Ho Xing Chuan - der Kranich
Besonnenheit und innere Ruhe
Nach diesem Power-Programm in den zuvor erlernten Bewegungsformen sind Besonnenheit und innere Ruhe angesagt. Die raschen Ausweichbewegungen des Kranichs lehren dem Schüler, seine bei dem Tiger- und Pantherstil erworbene Hüftkraft in Biegsamkeit umzusetzen. Die Angriffe des Gegners sollen durch das axiale ?Wegdrehen? um die Wirbelsäule ins Leere laufen. Die zum Schnabel geformte Hand schlägt blitzschnell zu und verursacht durch die Punkt- Trefferwirkung große Schmerzen.
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Mimön-Dang Lang - Das Geheimnis der Gottesanbeterin
die schnellen Techniken der Gottesanbeterin
Was der Schüler an Fußtechniken in den einzelnen Tierstilen bis jetzt gelernt hat, tritt nun beim Mimön-Dang Lang geballt auf. Wurden bisher nur einzelne Fußtechniken trainiert, so geht es nun um Kombinationen von Fuß- und Armtechniken, die in schneller Reihenfolge dem Schüler ein hohes Maß an Flexibilität und Gleichgewichtsbeherrschung abverlangt.
Es gibt keinen vergleichbaren Kampfsport, der diese Fußtechniken ( 118 an der Zahl ) lehrt.
Die meisten unserer Schüler kommen zu uns, weil sie diese Vielzahl an kombinierbaren Fußtechniken lernen wollen und bei uns können.
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