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Die Geschichte des Hapkido
Es sollte zuerst verstanden werden, daß eine Kampfkunst nicht von einer Person allein erfunden oder erschaffen wird. Techniken werden durch viele Menschen über viele Jahre hinweg entwickelt. So wie Wrestling, Boxen, und das Fechten eindeutig zur westlichen Welt gehören, haben sich Kampfkünste über eine lange Geschichte in den asiatischen Ländern entwickelt.
Während der Ära der drei Königreiche (SAM-KUK-SHI-DAE) ( 57 v.Chr. bis 688 n.Chr.) konkurrierten drei Königreiche auf der koreanischen Halbinsel: KO-GU-RYO (37 v.Chr.) im Norden, PAEK-JAB (18 v.Chr.) im Südwesten und SHILLA (57 v.Chr.) im Südosten. Kampfkunsttechniken, die in etwa denen des heutigen Hap Ki Do entsprechen, wurden im alten Korea mit dem Aufkommen des Buddhismus ungefähr 372 v.Chr.in KO-GU-RYO gelehrt. Beweise dafür findet man an vielen der alten Wand- und Höhlenmalereien und Skulpturen, die aus dieser Zeit stammen.
Während des SHILLA (57 v.Chr-660 n.Chr.) und des vereinigten SHILLA-Königreiches ( 676n.Chr.- 935n.Chr.) versammelte jedes Königreich eine Auslesegruppe junger Ritter, die HWA-RANG (blühende Jugend). Krieger, die in hohem Maße diszipliniert waren, einen strengen Ehrencodex befolgten und in den Kampfkünsten sehr geschickt waren. Diesen Kriegern, die die zukünftigen nationalen Führer ausbilden sollten, wurden Hap Ki Do Techniken für ihre körperliche Fitness, Geistesdisziplin und Selbstverteidigung gelehrt.
Das SHILLA-Königreich wurde 935 n.Chr. durch die Dynastie von KO-RYO unterworfen, von dem der Name " Korea " zurück geht. Während der KO-RYO Dynastie ( 918 -1392 n.Chr.) war der Buddhismus Staatsreligion,der die Politik und die Regierungen genauso wie die Kampfkünste stark beeinflußte. Viele Könige einschließlich des Königs EYI-JONG und des Königs CHOONG-HEI, holten Hap Ki Do Experten in den Palast, um Demonstrationen dieser Kampfkunst vorführen zu lassen. Dies ist der Anfang von Hap Ki Do als königliche Kampfkunst.
In der Geschichte des Hap Ki Do lehrte der Mönch Großmeister SU-SAN den Mönchen Hap Ki Do, die erfolgreich die japanischen Eindringlinge während der IN-JIN-WAE-RAN Invasion abwehrten. Dies ist ein vortreffliches Beispiel von angewandtem Hap Ki Do mit großartigem Ausmaß.
In der neuen CHO-SON Dynastie (1392-1910 n.Chr.) oder YI-Dynastie, wie sie häufig genannt wird, erfolgte der Untergang des Buddhismus und sein nachfolgender Ersatz durch den Konfuzianismus... der wissenschaftliche Disziplinen respektiert und auf körperliche Kraft oder Kampfkünste herabschaut, und somit den Niedergang der Kampfkünste verursacht. Malen, Bildhauern und Schreiben ersetzten die Kunst des Kämpfens. Das Land nahm nach und nach eine antimilitärische Natur an. Ende des 19.Jahrhunderts wurde von den koreanischen Bürgern auf die Kampfkünste herabgesehen, wenn sie nicht gar vollständig in vielen Regionen verboten wurden.
Die Fortsetzung des Hap Ki Do erfolgte durch einzelne Meister, buddhistischen Mönchen und königlichen Familien, welche die Künste zurückgezogen übten. Um den kompletten Verlust der Kampfkünste zu verhindern, bestellte König JUNG-JO seinen General LEE-DUK-MOO, um ein Buch über alle bekannten Kampftechniken zu verfassen. Dieses Buch, das als MOO-YAE-DO-BO-TONG-JI bekannt ist, beinhaltet viele ausführliche Beispiele von Hap Ki Do Techniken, die auf seinen Seiten überliefert wurden.
Die CHO-SON DYNASTIE wurde von den Japanern 1910 gestürzt. Von 1910 bis 1945 herrschten die Japaner in Korea. Unter japanischer Herrschaft wurden alle Zivilrechte aufgehoben. Die Japaner schlossen viele private Schulen und errichteten ihre eigenen öffentlichen Schulen, die geschaffen wurden, um die koreanische Jugend der japanischen Kultur anzupassen, sie ließen koreanische Sprache und Geschichte aus und stattdessen legten sie Wert auf die Japans. Die Kampfkünste litten wieder, da die besetzenden Japaner koreanischen Sport nicht erlaubten, geschweige denn die koreanischen Kampfkünste. Aber wie zuvor gab es einige, die das Üben fortgesetzten und ruhig ihren eingefallenen Herrschern trotzten.
1945, nachdem Korea die Unabhängigkeit seines Landes wiedergewann, gewannen die Kampfkünste noch einmal an Popularität in dieser nach Verteidigung hungernden Nation. Hap Ki Do wurde durch CHOI, YONG-SOOL wieder eingeführt, der Mann, dem der Titel Gründer oder Vater des modernen Hap Ki Do gegeben wurde. Vor seinem Tod 1987 lehrte Großmeister CHOI alle Hap Ki Do Techniken einigen hervorragenden Schülern, die sich der Aufgabe widmeten, das Hap Ki Do im modernen Korea zu verbreiten. Heute findet man nicht eine einzige Stadt in Korea ohne Hap Ki Do Schulen. Alle Regierungsorganisationen, Militärakademien und militärische Spezialeinheiten haben Hap Ki Do Ausbilder und es gibt bereits über eine Million, die es praktizieren.
Im Ausland, wie z.B. den USA, Deutschland, Kanada, Spanien, Brasilien, Argentinien, Mexiko, China und Frankreich, gibt es eine fortfahrende Gründung von Hap Ki Do Schulen, durch die nicht endende Hingabe von Hap Ki Do Meistern auf der ganzen Welt.
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